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LE BILLET DE METROZ

Sport-Event oder kommerzielles Sammelbecken ? - 20-11-2003
Wie jede Veranstaltung, deren Wohlergeben vom sportlichen und kommerziellen Erfolg abhängt, kann sich der Spengler Cup nach 76 Jahren Bestehen Lobpreisungen der höchsten Art und Kritiken der gröbsten Sorge abtrocknen.
Als dankbare und anerkannte Station im Winterkalender unseres Landes ist das Turnier im Sog seiner gewachsenen Popularität zu einer derartigen saftigen Wirtschaftsfrucht gereift, dass die Entwicklung die Frage in den Raum aufwirft, ob der Erfolg mehr auf das traditionelle, dankbare festliche Datum Ende Jahr denn auf das veritable Sportgeschehen zurückzuführen ist.
Genau auf diesem letzten Aspekt bauen verleumderische, beweiskräftige Anwürfe gegenüber dem Turnier auf: Fehlen einer signifikanten sportlichen Bedeutung, extrem offensive Verhaltens- weise, keine überbordende körperbetonte Spielweise in einer Phase, in der die Spieler im Hinterkopf an ihre Gesundheit denken im Vorfeld der Play-offs.
Was die Erträge anbetrifft, so profitiert davon in erster Linie der HC Davos, ein Umstand, der im Kreis der übrigen Klubs der Nationalliga A einen gewissen Futterneid hervorruft, jene Vereine notabene, die teilweise die ausländischen Verstärken für den Spengler Cup liefern. Die während der attraktiven Festtage spielfreien Vereine sind auf die vom Turnier gespeisten direkten Vergütungen aus dem TV-Vertrag angewiesen.
Zum Trost können sich die während des Spengler Cup arbeitlosen, vergessenen Kreise sagen, dass die Liebesgeschichte des Schweizer Publikums im allgemeinen dem Schweizer Eishockey gilt und damit auch innig mit dem Spengler Cup verbunden ist. Und am Ende aller Rechnungen ist es so, dass vom Spengler Cup wie in der Liebe jedermann ein wenig profitiert, eines Tages ein wenig, un jour, un peu...


 
 

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